KW 52 – Neues Jahr

KW 52 – Neues Jahr

Ich habe eigentlich immer einen Plan für meine Zukunft. Ein Bild, das sich wie Mosaik aus verschiedenen Wünschen und Träumen zusammensetzt. Job, Wohnort, Beziehung, Urlaub und Haustier. Wenn ich daran denke, wie mein Mosaik-Traum Anfang 2018 aussah und wie er jetzt aussieht, könnte man meinen, ich wäre ein anderer Mensch. In einem Jahr kann so viel passieren und sich so viel verändern…

Zu Beginn des Jahres zog ich in meine erste eigene Wohnung. Endlich war die WG-Zeit vorbei und ich konnte mein kleines Reich so einrichten, wie ich es wollte. Nach und nach wurden die 28 Quadratmeter zu meiner kleinen Ruheoase, zu einem Zuhause, das ich zwar nicht für immer beziehen wollte, das mir aber den Anfang im Kölner Arbeitsleben erleichtern sollte. Wegen der Liebe pendelte ich fast jedes Wochenende 1,5 Stunden Hin- und Her, denn am Anfang des Jahres gab es noch zwei Menschen. Zwei Leben, die gerade anfingen sich zu einem zu verbinden. Zwei Vergangenheiten, die zu einer Zukunft werden wollten. Während ich also fleißig Bewerbungen schrieb, die letzten Hausarbeiten für die Uni fertig machte und nebenbei jobbte, plante ich insgeheim eine Zukunft zu zweit. Wie würde ein gemeinsamer Alltag ohne Pendelei wohl aussehen? Welche Kompromisse konnte man problemlos eingehen? Wie könnten sich unsere Jobs vereinbaren? Doch bevor es so weit kommen sollte, war da wieder nur eine Vergangenheit und eine Zukunft. Wir hatten es nicht geschafft.

Als ich im September das erste Mal allein in den Sommerurlaub fuhr, meine Beziehung war da schon so gut wie hinüber und ich brauchte einfach eine Auszeit am Meer, ließ ich auf der Sonnenliege und beim Strandspaziergang schon den ersten Teil des Jahres Revue passieren. So viele neue Menschen hatte ich kennengelernt, viele neue Orte entdeckt, neue Bücher gelesen und neue Pläne geschmiedet. Mir wurde bewusst, wenn man etwas Neues kennenlernt, lernt man auch immer etwas Neues über sich selbst. Obwohl 2018 ein tolles Jahr war, voller schöner und aufregender Momente, merkte ich spätestens auf Mallorca, dass mir das noch nicht genug war, dass ich sowohl privat, als auch beruflich noch nicht ansatzweise auf dem richtigen Weg war. Ich hatte zwar meine erste eigene Wohnung und meinen ersten festen Job, aber ich wollte einfach mehr…

mehr sehen – mehr lernen – mehr reisen – mehr schreiben

Den Plan, diesen Blog zu starten, hatte ich schon so oft. Mein rotes Notizbuch war voll mit Gedanken und Geschichten. Ich schrieb gerne, doch hatte sich das Schreiben meistens auf die zahlreichen Hausarbeiten beschränkt. Bis ich endlich mit der Planung für broccolioma.com anfing. Ich wollte meine neue Erfahrung mit der Hochsensibilität teilen und von meinem Alltag als dicke Frau erzählen. Ein curvy Sensibelchen zu sein, ist manchmal gar nicht so einfach und ich war mir sicher, es gibt viele da draußen, denen es auch so geht. Mein Dad erstellte also eine Domain, ich gab das Logo in Auftrag, machte die ersten Fotos mit meiner Schwester und am 18.11.2018 ging endlich der erste Beitrag online. Endlich konnte man lesen, was ich schreibe, endlich bekam ich eine Schreib-Routine und vor allem Feedback von anderen Lesern.

„Du sprichst mir aus der Seele“ ist wohl das schönste Kompliment, was man bekommen kann.

Mit dem Blog kam auch der Mut. Mir wurde klar, ich habe nichts zu verlieren und wenn ich das machen will, was ich liebe, dann muss ich auch etwas riskieren. Ich will keinen Job, durch den ich zwar monatlich ein sicheres Gehalt auf dem Konto habe, der mich aber nicht ausfüllt, nicht fordert oder nicht stolz macht. Kurz vor meinem 25. Geburtstag (21.11) habe ich schon über das nächste Jahr nachgedacht und mir wurde zunächst schmerzlich, dann euphorisch bewusst, dass ich 2019 so gestalten kann, wie ich es will. Ich bin frei. Wenn Ende Februar das Projekt auf der Arbeit abgeschlossen ist, habe ich keine Verpflichtungen, die mich an einen Ort halten, ich kann endlich meine Träume erfüllen und muss dabei auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen. Bücher, wie „Girlboss“, „Einfach machen: Der Guide für Gründerinnen“ und „The One Thing“ und Personen, wie Carina Herrmann und Lina Mallon waren und sind dabei eine große Inspiration. Mein Plan für 2019 ist also: mutig sein und für meinen Traum kämpfen. 2018 war voller Höhen und Tiefen, durch die ich mehr über mich und meine Ziele gelernt habe. Quasi eine Vorrunde für 2019. Denn nächstes Jahr gibt es keine Ausreden mehr. Ich habe mir schon zwei Schreib-Workshops rausgesucht, die ich besuchen werde – ein Social-Media Kurs wird folgen. Ich werde mir einen neuen Job suchen, bei dem ich schreiben kann und auf den ich stolz bin. Ich werde reisen, wahrscheinlich sogar umziehen und neue Inspirationen sammeln und mit euch teilen.

Freu Dich also gemeinsam mit mir auf ein aufregendes Jahr!

Deine Solveig

 

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