KW 8 – Veränderungen

KW 8 – Veränderungen

Ich sitze gerade mit einem Kaffee, einem Buch und einer Decke am Aachener Weiher und genieße die kitzelnde Mittagssonne. Kinder lachen, Vögel zwitschern und Musik dröhnt aus semi-guten Boxen. Die Ersten werfen den Grill an und es riecht nach Anzündern und Fleisch. Gemischt mit dem üblichen Aachener Weiher-Grasgeruch riecht es fast, wie im Sommer. Hier sitze ich gerne, beobachte die anderen Menschen, die Hunde und die Schwäne und lasse die vergangene Woche Revue passieren. Vor allem, wenn es so eine aufregende Woche, wie diese war.

Diese  Woche habe ich Euch auf Instagram gefragt, wie Ihr mit Veränderungen umgeht. Ob Ihr Tiger oder Häschen seid. Mutig oder ängstlich. Ob Ihr Euch direkt auf neue Veränderungen und Herausforderungen stürzt oder ob Ihr erst lange über vermeintliche Konsequenzen und Risiken nachdenken müsst. Diese Woche stand nämlich bei mir eine große berufliche Veränderung an. Ich gab eine Sicherheit und Komfortzone auf, um einen Schritt in die für mich richtige Richtung zu wagen. Also stellte ich mir zunächst selber die Frage, bin ich Tiger oder ein Hase? Und irgendwie fand ich keine eindeutige Antwort, denn was zunächst eine einfache und entschlossene Entscheidung ohne Wenn und Aber war, entwickelte sich auf den letzten Metern zu einem Gefühlschaos. Hatte ich auch alles bedacht? Hatte ich überhaupt einen Überblick und wusste ich, worauf ich mich einlasse? Ich bekam auf einmal Panik und stellte meine, vor Monaten tigerhafte Entschlossenheit in Frage.

Ich überlegte, was mir helfen könnte das plötzlich ausgebrochene innere Chaos wieder zu ordnen. Wieso bekam ich auf einmal Angst?

Ich kaufte ein A1 Plakat (wie damals in der Schule) und bastelte mir einen Plan. Ich brauchte einfach einen Überblick, stellte ich schnell fest. Quasi eine große To-Do-Liste mit allen Details, durch die ich mein eigentliches Ziel und die damit zusammenhängenden Aufgaben nie aus den Augen verlieren würde. Ein Reminder daran, was mir damals die Entschlossenheit gegeben hatte. Dies wurde allerdings keine To-Do-Liste, die mich unter Druck setzte, sondern eine, die mir eher als ein Leitfaden diente. Die mir zeigte, dass meine Entscheidung richtig und mutig, aber nicht unüberlegt war.

Ich bin also ein Mensch, der einen Überblick und einen Plan braucht. Ein Mensch, der auch schon mal zweifelt oder kurz die Kontrolle verliert. Das heißt allerdings nicht, dass ich Veränderungen und Herausforderungen meide oder gar Angst vor ihnen habe. Im Gegenteil, ich bin der Meinung, dass sie uns gut tun und wir uns durch sie weiterentwickeln. Ohne Veränderungen bleiben wir immer auf der Stelle. Es ist aber total natürlich und normal, dass uns Veränderungen auch Angst machen. Das Ungewisse, das Neue, bringt auch immer neue Gefahren mit sich.

Bin ich also ein Häschen oder ein Tiger? – Nichts von beiden. Ich bin ein sensibler Mensch mit mutigen und schwachen Momenten. Mit Vorfreude und Angst. Ein Mensch, der weiß, dass das Leben zu kurz ist, um vor Unbekanntem weg zu hoppeln, aber auch zu wichtig ist, einfach drauf los zu stürzen.

Sagt mir doch auch gerne nochmal hier in den Kommentaren:

Wie geht Ihr mit Veränderungen um?

Ich wünsche Euch eine spannende neue Woche!

Eure Solveig

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4 Kommentare

  1. Iris G.
    24. Februar 2019 / 22:35

    Ich finde du bist ein Tiger. Weil du die Sache angehst, statt dich von der Angst einschüchtern zu lassen. Zweifeln, das tun wir alle mal. Aber Tigerinnen finden Lösungen und greifen an 🙂

    • Solveig
      Autor
      3. März 2019 / 17:49

      Danke Dir! Es tut gut so etwas zu hören! Oft zweifelt man an sich und denkt direkt man ist schwach. Aber du hast Recht, das mutige ist, sich nicht einschüchtern zu lassen und eine Lösung zu finden.
      Ich wünsche Dir einen schönen Tag!

  2. Denise
    26. Februar 2019 / 17:58

    Schade, dass du nicht erzählst inwiefern du dich beruflich veränderst 🙂 hätte ich gerne gelesen … wünsche dir viel Erfolg für deine Veränderung !!
    Liebe Grüße, Denise 🙂

    • Solveig
      Autor
      3. März 2019 / 17:54

      Vielen Dank, Denise! 🙂 In den nächsten Wochen kommt dazu ein kompletter Blogbeitrag – versprochen 🙂

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